Antifaschistische Aktion Freiburg

Feel the difference! Fight the game! Face the players!

Vortrag und Diskussion — Donnerstag — 11. September — 20 Uhr — KTS

Eine Mobilisierungsveranstaltung zu den Gegenaktivitäten um den Anti-Islam-Kongress am 20. September in Köln.

Am 20. September 2008 will die extreme rechte „Bürgerbewegung“ pro Köln einen „Anti-Islam-Kongress“ in Köln veranstalten. Zu diesem Termin sind europäische Parteien und Po­litikerInnen geladen, gemeinsam in rassistischer Manier zu hetzen. Mit dabei sind die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), der belgische Vlaams Belang, der Front National (FN) aus Frank­reich, Alsace d’abord sowie Die Freiheitlichen (Südtirol).

In vielen europäischen Ländern werben extrem rechte oder faschistische wie postfaschi­stische Parteien mit anti-islamischen Parolen. Dabei treten sie aber nicht gegen religiösen Fundamentalismus allgemein und für die Emanzipation des Menschen ein, sondern bemühen rassistische Klischees und mobilisieren xenophobe Ressentiments. So fordert die FPÖ ein Verbot für Minarette und ihr Vorsitzender Strache spricht davon, dass der "Kampf der Kulturen" im 21. Jahrhundert bereits begonnen habe. Auch FN, Vlaams Belang oder Alsace d’abord verfolgen keinen direkten biologistischen Rassismus, sondern feinden Menschen aufgrund angeblicher kultureller Unterschiede an. „Anti-Islam“ als Thema hat Hochkonjunktur bei der extremen Rechten in Europa. Der Vortrag des Antifa AK wird zu­nächst die verschiedenen politischen Akteure der Rechten in Europa beleuchten, ihre Ge­meinsamkeiten und ihre Differenzen gegenüberstellen.

Im Anschluss wird es eine vergleichende Darstellung der Versuche der extremen Rechten geben, mit dem Thema „Anti-Islam“ für sich zu werben. Selbstverständlich werden auch „pro Köln“ und der Moscheebaustreit am Rhein ein Teilaspekt der Veranstaltung sein, an dem gewiss im Anschluss des Vortrages die Möglichkeit besteht, das Thema vertieft zu debattieren.

weitere Infos auch unter:
www.antifa-cologne.tk
www.no-racism.mobi

21. August 2008 - DruckansichtURL - Top

Dalai Lama - Fall eines Gottkönigs

Vortrag und Diskussion mit Colin Goldner — Mittwoch — 17. September — KTS

Der Vortrag wirft einen Blick hinter die Fassade des tibetischen "Gottkönigs". Er zeigt, dass das "alte Tibet" unter der Herrschaft der Lamas keineswegs das "Paradies auf Erden" darstellte, das der Dalai Lama und seine Anhängerschaft stets beschwören, vielmehr die Geschichte des Landes geprägt war von Gewalt und gnadenloser Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen.

Es werden die wesentlichen Glaubensinhalte des tibetischen Buddhismus dargestellt, von Karma und Wiedergeburt hin zu den Wahnvorstellungen von Dämonen, Teufeln und ewiger Höllenpein; der Blick richtet sich zudem auf den systematischen Mißbrauch kleiner Kinder und die frauenverachtenden tantrischen Rituale, die dem Lamaismus wesenseigen sind. Untersucht werden auch die vielgerühmten "Weisheiten" des Dalai Lama, die sich bei näherer Hinsicht als Platitüden mit teilweise bedenklich rechtslastigem Einschlag entpuppen.

Ausführlich befaßt sich der Vortrag mit den Hintergründen des Einmarsches der chinesischen Volksbefreiungsarmee im Jahre 1950 und der Geschichte Tibets seither. Insbesondere werden der Ausbruch von Gewalt in Lhasa und Osttibet im März dieses Jahres thematisiert.

Es referiert Colin Goldner.

Flugblatt der Antifaschistischen Aktion Freiburg: Free Tibet from the Lamas

Dazu und danach wie immer köstliche Kulinaria und unglaublich gute Musik.

4. Mai 2008 - DruckansichtURL - Top

Nazi-Zentrum verhindern!

Der Ausbau rechter Strukturen muss mit allen Mitteln bekämpft werden

Die NPD und die Kameradschaft Rastatt versuchen seit einiger Zeit, in Karlsruhe-Durlach ein ‚Nationales Schulungszentrum‘ aufzubauen. Mitte März 2008 wurden die Zentrumspläne der NPD erstmals öffentlich. Zur Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2009 sollte in Durlach das Zentrum der Parteiaktivitäten entstehen. Die Stadt Karlsruhe reagierte auf die NPD-Pläne mit einer Eilverfügung am 1. April, nach der das betroffene Areal nur noch zu Wohnzwecken genutzt werden dürfe. Mitte April machte die Autonome Antifa Karlsruhe darauf aufmerksam, dass das Haus trotzdem bereits genutzt werde und Personen ein- und ausgingen.

Das Haus von vorne

Momentan darf das Haus aufgrund der Verfügung der Stadt nur zu Sanierungszwecken genutzt werden und ist versiegelt. Zur erneuten Nutzung des Hauses reicht allerdings ein Antrag zur Wohnnutzung, den die Stadt nach eigener Auskunft nicht ablehnen könne. Dieser Antrag wurde jedoch von den Eigentümern des Hauses bislang nicht gestellt. Alexander Neidlein kündigte nach der erfolgreichen antifaschistischen Demonstration am 19. April 2008 gegenüber dem SWR an, dass die NPD an ihren Plänen auch gegen den Widerstand der Stadt festhalte und nun in den offenen Rechtsstreit gehe.

Klaus Harsch, ein Rastatter Anwalt und CDU-Mitglied, vertritt die neuen Eigentümer der Badener Str. 34 rechtlich. Harsch und seine KollegInnen, Markus Merklinger und Nicole Schneiders, vertreten nahezu alle Neonazis in Nordbaden, traten als VermieterInnen bzw. AnwältInnen bei den Neonazi-Zentren in Rastatt und Kuppenheim auf und werben beim Deutschen Rechtsbüro für ihre Dienste. Schneiders war bis zu einem Hack im Rhein-Neckar-Forum, einem internen Neonazi-Forum, aktiv und warb dort für die Anwaltskanzlei Harsch. In der CDU scheint man nun um das öffentliche Ansehen zu fürchten und fordert den Parteiausschluss des CDU-Mitglieds Harsch. Dass daraus keine antifaschistische Haltung spricht, ist deutlich; der stellvertretende Bezirksvorsitzende der CDU Nordbaden, Josef Offele, meinte, man müsse sich von allen Extremen - ob links oder rechts – absetzen…

Das Haus von hinten

Das Haus von hinten

Wer das Haus nun eigentlich besitzt, ist relativ unklar. Als Käufer trat eine GmbH tschechischen Rechts auf, die Smilidon s.r.o. mit Sitz in Prag. Diese wurde erst zwei Wochen vor dem am 30. August 2007 erfolgten Kauf gegründet. Die tschechische GmbH wickelte den Kauf in sechsstelliger Höhe über eine CFP Ikarus AG aus Liechtenstein ab, die Porno-Seiten im Internet betreibt und dem Einflussbereich des ehemaligen Besitzers zuzurechnen ist, der in der Badener Str. 34 ein Bordell betrieben hatte. Bis mindestens Februar 2007 war das Haus Eigentum der Wanor GmbH in München. Kurz nach dem Kauf im August 2007 fragte ein tschechischer Rechtsanwalt bei der Stadt Karlsruhe an, ob es möglich sei, die Immobilie als Schulungszentrum für Rechtsextreme nutzen zu können.

Seit Herbst letzten Jahres sind damit die Pläne der Nazis, in Durlach ein Zentrum zu etablieren, der Stadt bekannt. Doch erst das Engagement der Autonomen Antifa Karlsruhe und des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Karlsruhe haben dies öffentlich gemacht. Auf die juristischen und zögerlichen Schritte der Stadt Karlsruhe kann sich daher bei der Verhinderung des Nazi-Zentrums nicht verlassen werden. Breiter antifaschistischer Protest und Widerstand sind gefordert – auch weit über Karlsruhe hinaus. Der Widerstand hat bereits begonnen, zwei erfolgreiche Demonstrationen fanden statt, die das Nazi-Zentrum ins öffentliche Interesse rücken und rechte Veranstaltungen verhindern konnten.

Am 19. April fand eine spontane antifaschistische Demonstration statt, um auf das sich etablierende Haus hinzuweisen. In dem Haus sollte am Vorabend von Hitlers Geburtstag eine Feier der Nazis stattfinden. Aufgrund des Protestes von 200 entschlossenen AntifaschistInnen konnte dies verhindert werden, die Demo zog von der Festhalle Durlach in die Badener Straße und informierte mit Flugblättern die AnwohnerInnen. Am Nachmittag hatte die Polizei das Haus geräumt, in dem sich ca. 20 Nazis aufgehalten hatten, darunter der NPD-Kreisvorsitzende Daniel Lang. Kurz vor dem Haus eskalierte die Situation, die Polizei setzte Pfefferspray ein; mehrere DemonstrantInnen wurden verletzt.

Bereits eine Woche später rief das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe zu weiterem Widerstand gegen das geplante Nazi-Zentrum auf. Am 25.April demonstrierte ein breites Bündnis mit der Aktion „Stuhlgang gegen Braun“ gegen ein für diesen Abend geplantes Konzert mit dem rechten Liedermacher Frank Rennicke. Über 600 Menschen folgten dem Aufruf und versperrten den Zutritt zum Haus mit Stühlen; das Konzert fand nicht statt.

Wir unterstützen den Widerstand gegen das geplante Nazi-Zentrum. Ein ‚nationales Schulungszentrum‘ darf es weder in Karlsruhe noch sonst wo geben!


bisher: 1, 2, 3, 4, 5

Autonome Antifa Karlsruhe

Presseerklärung der Autonomen Antifa Karlsruhe zur Spontandemo am 19.04.

Broschüre über die NPD im Kreis Karlsruhe

Infos bei Indy, Demo-Bericht vom 19.04., Artikel zu Klaus Harsch

Presse:

Stattweb: 1, 2, 3, 4, 5, Ka-news: 1, 2, 3, 4, 5, 6

SWR, Neues Deutschland, Südkurier, Frankfurter Rundschau, BNN, BNN am Sonntag

1. Mai 2008 - DruckansichtURL - Top

Evergreens

28. April 2007 - DruckansichtURL - Top
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